Karibik glutenfrei – erleben und genießen

Karibik wir kommen! Die Karibik ist ein Traum von Urlaubsziel. Ob es Inseln über oder unter dem Wind sein sollen, hängt von den persönlichen Vorlieben wie Reisezeitraum oder Freizeitaktivitäten (Schnorcheln, Segeln…) ab. Wir haben uns die ABC-Inseln ausgesucht, da sie nicht im karibischen Hurrikan-Gebiet liegen und das ganze Jahr über Karibik-Feeling genossen werden kann. Aruba, Bonaire oder Curacao, eine schwierige Entscheidung. Wir haben auf jeden Fall zwei Wochen Kaiserwetter und eine große glutenfreie Lebensmittel-Auswahl genossen!

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Karibik wir kommen! Das erste Mal zwei Wochen Karibik-Urlaub. Darauf haben wir uns tierisch gefreut. Von Düsseldorf ging es nach Amsterdam und von dort per Direktflug mit der Fluggesellschaft KLM auf die niederländische Antillen-Insel Curacao. (Eingeschweißtes) glutenfreies Brot für die ersten Tage hatte ich eingepackt und war froh, dass es weder in Düsseldorf noch in Amsterdam beanstandet worden ist. Schon bei der Online-Buchung gab es einen unerwartet freudigen Moment, was das glutenfreie Essen betrifft. Man konnte über eine Filterfunktion auf der KLM-Homepage angeben, dass man unterschiedliche Lebensmittel-Unverträglichkeiten (LMU) hat und dass darauf bei der Boardverpflegung geachtet wird. Kaum hatten  wir auf unseren Sitzen platzgenommen, kam eine sehr freundliche Stewardess und teilte mit, dass sie entsprechende glutenfreie Mahlzeiten für mich dabei hätten.

 

Meine Freundin war durchaus neidisch auf das glutenfreie Menü, das mir nach ein paar Flugstunden serviert wurde. Es gab glutenfreies Hühnchen-Curry mit Reis und Obstsalat. Die „Normalos“ bekamen ein deftiges Essen und klassischen Salat mit Joghurt-Dressing kredenzt.

 

Nach einem entspannten Flug (nahezu jeder Fluggast hatte zwei Plätze für sich) sind wir sicher auf dem kleinen Flughafen auf der Antillen-Insel Curacao gelandet.  Der Flughafen liegt direkt an der Atlantik-Küste und lässt einen beim Anblick kurz zweifeln, ob die Landebahn groß genug für den riesen Flieger ist. Endlich wieder Boden unter den Füßen, konnten wir uns direkt bei der Abfertigung an die entspannte Karibik-Mentalität, „nur keine Hektik“, gewöhnen. Wir sind ja im Urlaub! Also direkt mal anpassen und auf Entspannung schalten! Auch hier gab es keine Beanstandung der mitgebrachten (eingeschweißten) glutenfreien Brote beim Zoll. Das glutenfreie Frühstück war somit gesichert! Nichts ist schlimmer als ein Tag ohne vernünftiges Frühstück. Manche brauchen morgens Kaffee, ich ein gutes glutenfreies Brot. :-)

 

Nun ging es zügig per Taxi, gerne in US-Dollar zu bezahlen, zu unserem kleinen Appartement innerhalb eines von Niederländern geführten Resorts innerhalb des Areals „ Jan Thiel“, im östlichen Teil von Curacao.  Das Appartement hatten wir mit Küchenzeile gebucht, um uns selber verpflegen zu können. Bei einer Lebensmittel-Unverträglichkeit insbesondere bei Glutenunverträglichkeit macht dies einiges einfacher und spart bares Geld, das man für andere schöne Dinge wie eine Katamaran-Fahrt zu der vor Curacao gelegenen Insel Klein-Curacao investieren kann.

 

Direkt vor den Toren des Resorts befand sich eine Bushaltestelle, von der  in regelmäßig unregelmäßigen Abständen (nur kein Stress :-) ) Fahrgäste eingesammelt wurden. Eine Buslinie fuhr in die Hauptstadt von Curacao, Willemstadt, die aufgrund der Historie große Ähnlichkeit mit niederländischen Städten hat und eine Tagestour wert ist. Die markante Skyline ist geprägt von schmalen, hohen, bunten Häusern. Man begegnet freundlichen Leuten und beim schwimmenden Markt kann man frischen Fisch und frisches Obst aus Venezuela kaufen.  Willemstadt besteht aus den Stadtteilen Punda und Otrabanda, die durch die Queen Emma Pontoon Brücke verbunden sind. Die Queen Emma Brücke ist zu Fuß zu überqueren und von der Mitte aus kann man tolle Fotos der Skyline machen.

 

Darüber hinaus fuhr ein Kleinbus zu bestimmten Zeiten zu einem großen niederländischen Supermarkt, Vreugdenhil (http://www.vreugdenhilcuracao.com/). Für glutenintolerante Selbstverpfleger sehr hilfreich. Hier gab es eine wirklich große Auswahl glutenfreier, laktosefreier, überhaupt allergenfreier Lebensmittel. Insbesondere von der Auswahl der Anbieter glutenfreier Lebensmittel war ich beeindruckt. Während wir in Deutschlands Supermärkten häufig nur auf zwei bis drei Anbieter und deren Produkte zugreifen können, gab es dort ein Vielfaches. Für die Verpflegung während unseres Curacao-Urlaubs deckten wir uns dort zweimal mit Lebensmitteln wie bspw. Kornflakes von glutino, glutenfreie Wraps von Toufayan Bakeries, glutenfreie Mais-Nudeln von Consenzza ein. Produkte wie Wasser oder Obst haben wir in einem kleineren Supermarkt von Albert Hein, 300 m vom Resort entfernt, beim Gang vom Strand zum Resort zurück besorgt. Eine kleine Auswahl glutenfreier Produkte von Schär gab es auch hier, so dass man bspw. Cracker für Zwischendurch auch schnell man hier besorgen konnte.

 

Apropos Strand in der Nähe zum Resort: Da dieser direkt an zwei weitere Ressorts grenzt, musste man für die dort unter Palmen aufgestellten Liegen und Lounges immer bezahlen. An den freien Stränden hingegen konnte man sich entspannt – gebührenfrei – auf sein Handtuch in die Sonne fletzen.

 

Wer auch einmal auf die niederländischen Antillen fliegen möchte und einen Stopp auf Curacao einlegt, dem können wir sehr empfehlen, ein Auto zu mieten und die Insel und die kleinen versteckten Buchten mit tollen kleinen Stränden und insbesondere den einzigartigen Unterwasser-Welten zu erkunden. WICHTIG hierbei: Unbedingt eine Versicherung für das Auto abschließen! Die Straßen außerhalb der Hauptstadt von Curacao, insbesondere die EINE Hauptstraße, die rund um die Insel führt, hat nichts mit dem zu tun, was wir von zuhause kennen. Straßenschäden mit Löchern von einem Durchmesser von 30-50 cm und einer Tiefe von 10-15 cm sind keine Seltenheit. 30-40 km/h ist das angesagte Tempo, um sich dort sicher von A nach B zu bewegen. Macht aber nichts, denn so kann man die Natur und die Umgebung genießen und das Auto im Ganzen zurückgeben! Wer ein Auto leihen möchte, sollte eine Kreditkarte dabei haben, sonst ist man ein bisschen vom Goodwill der Dame hinter dem Schreibtisch abhängig. Diese scheint übrigens auch nicht wirklich an die Öffnungszeiten ihres Büros gebunden zu sein. Nur kein Stress…!

 

Aufgrund der Größe von Curacao schafft man die Insel mit dem Auto entspannt an einem Tag zu umrunden, auch mit diversen Zwischenstopps an kleinen schönen und versteckten Buchten wie Playa Lagun, Playa Santa Cruz, Playa Kalki oder Daaibooi. Die Buchten sind ruhig gelegen, mit weißen Sandstränden, kristallklarem warmen Wasser und schönen Möglichkeiten ins seichte Wasser einzusteigen und zwischen Korallen und Fischen zu schnorcheln. Dies hat für uns gerade den Charme der Insel ausgemacht. Häufig war man in den Buchten fast für sich alleine. Die bekannteren Strände wie u. a. Grote Knip sind stärker frequentiert, aber nicht zu vergleichen mit Touri-Hotspots auf Mallorca, wo alle wie die Ölsardinen liegen.

 

WICHTIG: Wertsachen immer mit sich führen und nicht im Auto lassen, damit es am Ende des Tages keine böse Überraschung gibt.

 

Bei der Tour über die Insel lohnt sich ein Stopp am Christoffel Park oder an den Boca Tabla und Boca Pistol. Bei letzterem sieht und hört man die Gewalt des Atlantiks wie er an die Steilküste peitscht. Ein beeindruckendes Schauspiel!

 

Weiter auf der Route, am äußeren Ende von Westpunt, gibt es „Sol Food“ (http://www.curacaosunshine.com/pages/sol_food.htm). David und Sunshine Livingston, die Inhaber, kochen und backen dort von Freitag bis Sonntag – auch glutenfrei. Beim Eintreffen einfach mitteilen, dass man ein glutenfreies Menü bestellen möchte, wird dies gerne berücksichtigt. Die Menüs auf der Karte wechseln wöchentlich. Ganz in der Nähe befindet sich ein herrlicher Strand, der Playa Kalki. Wenn ihr in diese Ecke der Insel fahrt, lasst euch nicht von der Umgebung rechts und links der Schotter-Strecke bzw. der löchrigen Straße abschrecken. Aber anhalten wollten wir zwischendurch auch nicht. Aufgebockte, rostende Autos, marode wirkende Häuser, … .

 

Playa Kalki ist ein toller kleiner abgelegener Strand, frei zugänglich und doch direkt an einem Resort. Er verfügt auch über eine kleine Gastronomie, die von zwei sehr freundlichen Ladys betrieben wird. Fußball-WM schauen (2014), mit Blick auf das Mehr, leckeres Essen, Sonne und Schnorcheln. Leider GEIL!

 

Wie am Anfang geschrieben können wir eine Katamaran-Fahrt auf die Insel Klein-Curacao sehr empfehlen! Endloser weißer Sandstrand, so wie man sich ihn bei jeder Karibik-Insel vorstellt! Schildkröten und Fisch-Schwärme, mit denen man im 26-28°C warmen Ozean schnorcheln kann. Zur kulinarischen Stärkung gab es lecker Gegrilltes (Spare Ribs, Chickenwings, …) auf dem Katamaran und ausreichend Kaltgetränke beim entspannten Sunbanking am Strand. Auch auf die Glutenfreiheit wird geachtet, wenn man dies bei der Buchung angibt. Also daran denken, dann gibt es auch glutenfreies Brot.

 

Wir wünschen euch allen einen ebenso schönen und erholsamen Urlaub, glutenfrei!

 

TIPP: Direktbuchung des Resorts sowie des KLM-Fluges war deutlich günstiger als über jedes Online-Portal oder stationäres Reisebüro.

 

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